Wie kleine Entscheidungen große Wirkung haben können.

Wie kleine Entscheidungen große Wirkung haben können.

#fürmeinzukunftsich

Neulich saß ich da und dachte mir:

„Christina… du bist 37.

Und du kannst dich teilweise nicht mehr richtig bücken, weil dir der Rücken weh tut.“

Irgendwie war das so ein Moment, der mich wirklich getroffen hat.

Nicht dramatisch. Aber ehrlich.

Ich habe einen Gleitwirbel im Lendenwirbelbereich.

Wenn ich meinen Rücken nicht stabilisiere, bekomme ich Probleme.

Der Ischias zieht.

Manchmal fühlt sich selbst Schuhe anziehen unangenehm an.

Und ich dachte mir irgendwann:

Das kann doch nicht normal sein.

Nicht mit 37.

Also habe ich angefangen, wieder mehr hinzuschauen.

Ich war bei der Osteopathin.

Das hat mir unglaublich gut geholfen.

Ich mache Yoga, was mir mental extrem gut tut.

Wirklich. Diese Ruhe. Dieses Durchatmen.

Dieses kurze Wieder-bei-mir-selbst-Ankommen.

Aber irgendwann habe ich gemerkt:

Das reicht nicht.

Mein Rücken braucht Muskulatur.

Stabilität.

Kraft.

Und genau deshalb habe ich beschlossen, wieder ins Fitnessstudio zu gehen.

Nicht aus optischen Gründen, wobei das natürlich ein positiver Nebeneffekt ist… ;-)

Nicht wegen irgendeines Trends.

Nicht weil ich plötzlich die perfekte Version von mir werden will.

Sondern wegen meines zukünftigen Ichs.

Und irgendwie liebe ich diesen Gedanken gerade.

#fürmeinzukunftsich

Denn wenn ich es jetzt schaffe, zweimal die Woche für eine Stunde trainieren zu gehen…

dann wird mein zukünftiges Ich in zehn Jahren vielleicht sagen:

„Danke, Christina.

Gut, dass du damals angefangen hast.“

Vielleicht habe ich dann weniger oder keine Probleme mehr.

Vielleicht bin ich beweglicher.

Vielleicht stärker.

Vielleicht einfach gesünder.

Und plötzlich habe ich gemerkt:

Eigentlich betrifft das fast alles im Leben.

Auch Hautpflege.

Und ja, natürlich:

Ich bin Kosmetikerin.

Ich habe ein Kosmetikstudio.

Ich bilde Kosmetikerinnen aus.

Ich habe meine eigene Beauty-Brand.

Natürlich lebe ich das Thema Haut.

Aber weißt du, wie lange meine tägliche Routine dauert?

Morgens zwei bis drei Minuten.

Abends zwei bis drei Minuten.

Das war’s.

Natürlich mache ich regelmäßig Behandlungen.

Natürlich beschäftige ich mich beruflich extrem viel mit Hautgesundheit.

Aber dieser tägliche Aufwand?

Der ist minimal.

Und trotzdem macht genau diese Konsequenz über Jahre einen riesigen Unterschied.

Gerade wenn ich sehe, wie viele Frauen in meinem Alter schon Botox oder Filler machen lassen.

Und bitte versteh mich nicht falsch:

Ich verurteile das überhaupt nicht.

Jeder darf mit seinem Körper machen, was sich richtig anfühlt.

Aber ich merke einfach:

Mein zukünftiges Ich profitiert heute davon, dass ich mich früh um meine Haut gekümmert habe.

Von Sonnenschutz.

Von Pflege.

Von kleinen Routinen.

Von Dingen, die damals vielleicht „nicht so wichtig“ wirkten.

Und genau darüber denke ich momentan bei ganz vielen Dingen nach.

Zum Beispiel auch bei Reisen.

Ich war gerade mit zwei Freundinnen vier Tage in Barcelona.

Und natürlich:

Das ist keine tägliche Routine wie Sport oder Hautpflege.

Aber trotzdem war es etwas für mein zukünftiges Ich.

Weil ich Erinnerungen geschaffen habe.

Weil ich meinen Kopf freibekommen habe.

Weil ich neue Eindrücke gesammelt habe.

Weil ich erlebt habe.

Und vielleicht auch, weil jetzt eine schicke Jacke neu im Schrank habe und sagen kann…. “ach die, die habe ich in Barcelona gekauft.”

Ich glaube, genau darum geht es im Leben so oft.

Nicht immer nur darum, was jetzt gerade bequem ist.

Sondern darum, was langfristig gut für uns ist.

Mental.

Körperlich.

Emotional.

Und manchmal auch darum, Dinge einfach bewusster zu hinterfragen.

Brauche ich wirklich noch das dritte Glas Wein?

Oder reicht meinem zukünftigen Ich morgen vielleicht auch eins?

Tut mir das gerade wirklich gut?

Oder kurzfristig nur bequem?

Was kann ich heute tun,

worüber ich mich in zehn Jahren freuen werde?

Und ich glaube, diese Frage verändert unglaublich viel.

Denn plötzlich geht es nicht mehr um Verzicht.

Nicht um Druck.

Nicht um Selbstoptimierung.

Sondern um Selbstfürsorge.

Um Verantwortung.

Und irgendwie auch um Selbstliebe.

Nicht die Instagram-Version davon.

Sondern die echte.

Die, die sagt:

„Ich kümmere mich heute um mich,

damit es mir auch morgen gut geht.“

Vielleicht sollten wir viel öfter so denken.

Nicht perfekt.

Nicht extrem.

Sondern Schritt für Schritt.

Für unser zukünftiges Ich.

Und weißt du was?

Das gilt nicht nur für unseren Körper.

Nicht nur für unsere mentale Gesundheit.

Sondern auch für unser Business.

Denn auch dort leben wir oft viel zu lange in Routinen,

die uns eigentlich längst nicht mehr guttun.

Oder werden Betriebsblind.

Wir halten an Dingen fest,

weil wir sie „schon immer so gemacht haben“.

Aber wer nicht mit der Zeit geht,

geht mit der Zeit.

Und genau deshalb glaube ich,

dass wir uns regelmäßig hinterfragen dürfen.

Welche Entscheidungen tun meinem zukünftigen Ich gut?

Welche Prozesse sorgen langfristig für weniger Stress?

Welche Strukturen bringen mehr Klarheit?

Welche Systeme helfen meinem Team und mir,

entspannter zu arbeiten?

Wo darf ich investieren,

damit es später leichter wird?

Denn Wachstum entsteht nicht nur durch mehr Arbeit.

Sondern oft durch bessere Entscheidungen.

Durch Weiterentwicklung.

Durch Lernen.

Durch Anpassung.

Und manchmal eben auch dadurch,

dass wir heute Dinge tun,

für die uns unser zukünftiges Ich irgendwann dankbar sein wird.

Im Leben.

Für unsere Gesundheit.

Und genauso im Business.

Zurück zum Blog